
Warum Suchaufgaben so wichtig sind für kleine Jagdhunde
Wenn man beschließt, sich einen Jagdhund als Familienhund zu holen,
wie zum Beispiel einen Dackel, dann ist es nur fair, den Hund auch artgerecht zu beschäftige.
Jagen mit einem Hund bedeutet ja nicht, ihn unkontrolliert durch den Wald laufen zu lassen, sondern ihn, gemäß seinen Veranlagungen, zu fördern und ihn auf Kommando ( !) eine Aufgabe ausführen zu lassen, die er gern erledigt.
Ich hatte schon einige Vorbereitungen getroffen, um Luca das Kommando „such“ erstmal beizubringen.
Wir haben im Wohnzimmer begonnen, wie immer eigentlich, wenn wir was Neues lernen. Die Konzentration ist dann viel höher.
Ich hab einfach einen Leckerli geworfen, ihn direkt hinterher gelassen und kurz vorm Leckerli „such“ gerufen. Paul durfte natürlich auch mitmachen, im Training wechseln sie sich ab, so lernt jeder auch zu warten.
Paul geht es übrigens nicht sonderlich gut, Morgen hat er CT, drückt mal die Daumen, dass wir was finden. Er hat immer noch diese einschiessenden Schmerzen, an spazieren ist nicht zu denken, also braucht er auch Beschäftigung. Eine Banscheibenvorwölbung schließt der Tierarzt eigentlich aus, die Symptome passen nicht, diese einschiessenden heftigen Schmerzen, die nach spätestens 10 Minuten wieder völlig verschwunden sind, sprechen eher für einen verengten Nervenkanal. Ich schreib euch morgen, was es ist.
Wie wir das Kommando „such“ bisher aufgebaut haben
Ich hab immer das Gefühl, dass Kommando „such“ ist so das Einfachste, was man einen Dackel beibringen kann, weil es so der Natur entspricht.
Übrigens ist „such die Maus“ auch meine Erlaubnis, dass er buddeln darf. Brauchte ich überhaupt nicht beibringen. Er gräbt dann sofort los.
Selbst Paul hat er damit angesteckt, Paul hatte null Interesse am Graben, aber jetzt hat Luca ihn sein Hobby schmackhaft gemacht, und sie graben gemeinsam, was das Zeug hält 🤣.
Aufgrund dessen, dass wir viel im Garten sind und aufgrund der Hitze und Pauls Handicap wenig Spazieren gehen, sind Suchaufgaben ideal, um beide Hunde richtig müde zu machen.
Erste Suchaufgaben
Zunächst hab ich es ganz leicht gemacht: Leckerli ausgestreut, beide Hunde durften dabei zusehen.
Dann bin ich zu den Hunden, hab einfach „ok“ gesagt ( mein Freigabekommando) und sie sind natürlich gleich zu der Stelle hin, weil sie wissen wollten, was ich interessantes dort verteilt habe.
Dann einfach ein paar mal „Such“ gesagt, bis sie fertig waren mit der Suche. Das mach ich mal gleichzeitig und mal getrennt, denn ist ganz wichtig, dass Luca gleich lernt, dass ruhiges Warten zum Job gehört.
Warten und Ruhe muss Luca jetzt viel lernen. Die hormonelle Unruhe zieht langsam ein und wenn er es eilig hat, beginnt er, an der Leine zu ziehen. Darauf reagiere ich noch nicht mit riesigen Aktionen. Er muss sich dann hinsetzen, entspannen und dann gehen wir wieder.
Auch da kommen kleine Leckeli Suchen ins Spiel. Sie fördern die Entspannung und sind immer ideal für kleine Breaks in hektische Momente.






Kommentar verfassen