Kontaktaufnahme im Freizeitmodus

Ich mache ein kurzes Geräusch, Luca hört kurz und dann darf er weiter seine Freiheit genießen

Ansprechbarkeit beim Spaziergang: Warum Freilauf im Kopf genauso wichtig ist wie Bewegung

Viele Hundehalter kennen das Gefühl. Der Spaziergang beginnt entspannt, der Hund schnüffelt, schaut sich um, liest gewissermaßen seine Zeitung am Wegesrand und scheint vollkommen in seiner eigenen Welt zu sein. Genau das darf er auch. Spaziergänge bestehen schließlich nicht nur aus Gehorsam, sondern auch aus Freizeit, Entdecken und Hundesein.

Trotzdem stellt sich irgendwann die Frage: Ist mein Hund eigentlich noch ansprechbar?

Damit ist kein perfektes Fußlaufen gemeint. Es geht auch nicht darum, den Hund alle paar Sekunden zu rufen oder ständig Aufgaben zu verteilen. Viel wichtiger ist etwas anderes: Kann mein Hund seine Beschäftigung kurz unterbrechen und sich wieder mir zuwenden?

Genau diese Fähigkeit trainiere ich mit Paul und inzwischen auch mit dem kleinen Luca.

Dieses PDF ist übrigens neu Dackel hört nicht, basiert auf mein Buch die B Formel, also wer die B Formel schon hat, wir Inhalte doppelt haben

Freizeit und Verbindung gehören zusammen

Auf unseren Spaziergängen gibt es verschiedene Phasen. Es gibt Momente, in denen die Hunde bei mir laufen, etwa an Straßen oder in Situationen, die etwas mehr Aufmerksamkeit erfordern. Dazwischen dürfen sie aber einfach Hund sein.

Paul liebt ausgedehnte Schnüffelstellen. Manchmal untersucht er einen einzigen Grashalm mit einer Ernsthaftigkeit, als würde dort die gesamte Tageszeitung der Dackelwelt hängen. Luca dagegen ist noch jung und findet praktisch alles spannend. Ein Blatt, ein Käfer oder ein Stein können bereits zu einem kleinen Abenteuer werden.

Gerade in diesen Momenten interessiert mich, ob die Verbindung bestehen bleibt.

Ansprechbarkeit bedeutet keine ständige Kontrolle

Viele Hunde lernen sehr früh Kommandos. Sitz, Platz oder Fuß klappen häufig schon recht ordentlich. Schwieriger wird es oft in der Freizeit.

Ein Hund, der ausschließlich aufmerksam sein soll, steht permanent unter Beobachtung und kann sich kaum entspannen. Ein Hund, der völlig in seiner eigenen Welt verschwindet, verliert dagegen leicht den Kontakt zu seinem Menschen.

Dazwischen liegt ein angenehmer Mittelweg.

Ich wünsche mir keinen Hund, der ständig auf mich starrt. Ich wünsche mir einen Hund, der seine Dinge machen darf und trotzdem erreichbar bleibt.

Die kleine Kontaktübung

Eine meiner Lieblingsübungen ist erstaunlich unspektakulär.

Der Hund schnüffelt. Ich lasse ihn in Ruhe. Nach einigen Sekunden sage ich ruhig seinen Namen.

Mehr passiert zunächst gar nicht.

Dreht sich Paul kurz um, bekommt er ein freundliches Lob oder manchmal ein kleines Leckerchen. Danach darf er sofort weiterschnüffeln.

Das eigentliche Geschenk ist für viele Hunde nämlich gar nicht das Futter, sondern dass sie anschließend wieder ihrer Beschäftigung nachgehen dürfen.

Auch Luca übt das bereits. Bei ihm sind die Ablenkungen natürlich noch viel spannender. Wenn er kurz innehält und mich anschaut, freue ich mich darüber und lasse ihn direkt wieder losziehen.

So lernt der Hund etwas Wichtiges:

„Ich kann mich kurz orientieren und danach geht mein Abenteuer weiter.“

Die Zwei-Sekunden-Regel

Gerade bei jungen Hunden halte ich die Anforderungen sehr klein.

Es reicht vollkommen aus, wenn der Hund für ein oder zwei Sekunden Kontakt aufnimmt. Mehr brauche ich gar nicht.

Viele Menschen verlängern solche Momente sofort. Dann soll der Hund noch sitzen, noch warten oder noch länger schauen.

Dadurch verliert die Übung ihren lockeren Charakter.

Ich möchte, dass meine Hunde denken:

„Ach, Frauchen wollte nur kurz Hallo sagen.“

So sieht es dann in etwa aus.

Richtungswechsel ohne Worte

Eine weitere Übung baue ich ganz nebenbei ein.

Während Paul oder Luca entspannt laufen, ändere ich gelegentlich die Richtung. Ganz ruhig und ohne großes Theater.

Paul kennt das inzwischen seit Jahren. Meist merkt er nach wenigen Metern, dass ich anders laufe und schließt wieder auf.

Luca lernt gerade, regelmäßig zu überprüfen, wo ich eigentlich bin.

Dadurch entwickelt sich eine natürliche Aufmerksamkeit, ohne dass ich ständig Kommandos geben muss.

Kleine Aufgaben mitten im Spaziergang

Gelegentlich streue ich winzige Übungen ein.

Paul darf einmal kurz auf einen Baumstamm steigen. Luca bekommt ein Leckerchen im Gras gesucht. Manchmal rufe ich die Hunde kurz zu mir, streiche über den Kopf und schicke sie wieder los.

Diese Mini-Momente dauern oft nur wenige Sekunden. Trotzdem halten sie die gemeinsame Verbindung lebendig.

Warum Schnüffeln so wichtig ist

Gerade Dackel besitzen eine enorme Nasenleistung. Für sie gehört das Schnüffeln zu den schönsten Beschäftigungen überhaupt.

Deshalb möchte ich diesen Teil des Spaziergangs gar nicht einschränken. Im Gegenteil.

Je mehr Möglichkeiten ein Hund bekommt, seine natürlichen Bedürfnisse auszuleben, desto ausgeglichener erlebt er häufig die gemeinsame Zeit.

Ansprechbarkeit bedeutet deshalb nicht, dem Hund seine Interessen wegzunehmen. Sie sorgt lediglich dafür, dass beide Partner miteinander verbunden bleiben.

Mein Ziel mit Paul und Luca

Wenn ich mit meinen beiden unterwegs bin, wünsche ich mir keine militärische Präzision.

Ich wünsche mir zwei Hunde, die ihre Spaziergänge genießen, ihre Umgebung erkunden und gleichzeitig immer wieder bereit sind, mit mir in Kontakt zu treten.

Genau daraus entwickelt sich für mich echte Zusammenarbeit.

Der Hund darf Hund sein und trotzdem bleibt ihr gemeinsam unterwegs.

Meist nehmen sie auch freiwillig Kontakt zu mir auf. Entweder wenn sie gerade Appetit auf einen Keks haben ( gibt es dann auch immer) oder wenn sie mir was vorschlagen wollen, wie zb einen anderen Weg oder so. Außerdem darf Paul mir Wild anzeigen, dafür gibt es auch großes Lob.

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Wenn ihr irgendwas bestimmtes zb von der Homepage oder so zum Download gern hättet, sagt ruhig Bescheid. Zur Zeit mache ich die ersten Übungen zum Apportieren fertig als Download, hab aber auch noch gerade ziemlich viel anderes zu tun. Ihr könnt auch bei Etsy auf folgen gehen, dann bekommt ihr, meine ich jedenfalls auch immer Bescheid, wenn ich da was Neues hoch lade.


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Ich bin Daniela mit Dackel Paul

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