
Dackelkuscheltier selber nähen
Deine Schritt für Schritt Anleitung
Dackelkuscheltier nähen
Ein Dackelkuscheltier lässt sich auch ohne kompliziertes Schnittmuster nähen, wenn die Grundform stimmt. Entscheidend sind der lange Körper, die kurzen Beine, die etwas verlängerte Schnauze und die weichen Ohren. Dieses Modell ist als einfaches Stofftier gedacht und eignet sich besonders gut für Anfänger, weil der Dackel aus wenigen Teilen besteht.
Der fertige Dackel wird je nach Stoff und Füllung etwa 35 bis 40 cm lang und ungefähr 18 cm hoch. Wer ihn kleiner oder größer nähen möchte, kann die Maße entsprechend anpassen. Für den Anfang ist diese Größe angenehm, weil sich die Rundungen noch gut nähen und wenden lassen.
Material
Für ein Dackelkuscheltier brauchst du einen festen Baumwollstoff, leichten Canvas, Cord, Fleece oder weichen Plüschstoff. Für Anfänger ist Baumwolle am einfachsten, weil sie beim Nähen wenig verrutscht. Außerdem brauchst du Füllwatte, passendes Nähgarn, Stecknadeln oder Stoffclips, eine Stoffschere, eine Nähmaschine, eine Handnähnadel und etwas Stickgarn für Augen und Nase.
Für Kinder sollte das Gesicht lieber aufgestickt werden. Knöpfe, Klebeaugen oder kleine Deko-Teile sehen zwar hübsch aus, können sich aber lösen. Für einen reinen Deko-Dackel darfst du natürlich etwas verspielter arbeiten.
Schnittteile
Du brauchst für dieses einfache Dackelkuscheltier nur wenige Schnittteile:
Zwei gegengleiche Körperteile
Zwei Ohren
Optional ein kleines Stoffstück für ein Halstuch oder Halsband
Das Körperteil wird als seitliche Dackelform zugeschnitten. Du zeichnest also den ganzen Dackel in Seitenansicht auf Papier: Kopf, Schnauze, Hals, langer Rücken, Bauchlinie, vier kurze Beine und Schwanz.
Als ungefähre Maße kannst du dich daran orientieren:
Die gesamte Länge vom Nasenende bis zur Schwanzspitze liegt bei etwa 38 cm.
Die Höhe vom Rücken bis zu den Pfoten liegt bei etwa 17 bis 18 cm.
Der Körper ohne Kopf ist etwa 23 cm lang.
Die Beine sind ungefähr 4 bis 5 cm hoch.
Die Schnauze ist etwa 5 cm lang.
Der Schwanz ist etwa 4 cm lang und leicht nach oben gebogen.
Die Ohren sind etwa 8 cm lang und 4 cm breit.
Zeichne die Form zuerst großzügig auf Papier. Der Dackel darf ruhig etwas rundlicher wirken, weil er später durch die Füllwatte Volumen bekommt. Sehr dünne Beine oder ein zu schmaler Schwanz lassen sich schwer wenden und ausstopfen. Gerade beim ersten Versuch ist eine klare, einfache Form besser.
Rund um das Schnittteil gibst du etwa 0,7 bis 1 cm Nahtzugabe dazu. Wenn du die Nahtzugabe schon beim Zeichnen einplanst, schreib dir das auf das Papier, damit du später nicht durcheinanderkommst.
Körper zuschneiden
Lege den Stoff rechts auf rechts doppelt, also mit den schönen Stoffseiten nach innen. Stecke dein Papierschnittteil auf den Stoff und schneide den Körper einmal aus. Dadurch bekommst du automatisch zwei gegengleiche Körperseiten.
Markiere an der Bauchseite eine Wendeöffnung von etwa 7 bis 9 cm. Diese Stelle bleibt beim Nähen offen. Sie sollte am besten am unteren Bauch sitzen, zwischen Vorder- und Hinterbein. Dort fällt die spätere Handnaht weniger auf.
Wenn du einen Stoff mit Muster verwendest, achte darauf, dass das Muster auf beiden Seiten richtig herum liegt. Bei Cord, Plüsch oder Stoff mit Strichrichtung sollten beide Körperteile in dieselbe Richtung zugeschnitten werden.

Ohren zuschneiden
Für die Ohren zeichnest du eine längliche Tropfenform. Die Ohren dürfen weich und etwas größer sein, weil sie dem Dackel sofort Ausdruck geben. Schneide vier Ohrteile zu, denn jedes Ohr besteht aus Vorder- und Rückseite.
Lege jeweils zwei Ohrteile rechts auf rechts aufeinander und nähe sie rundherum zusammen. Die obere gerade Kante bleibt offen. Schneide die Nahtzugabe an den Rundungen etwas zurück und wende die Ohren. Danach kannst du sie leicht bügeln.
Wenn du einen besonders weichen Ausdruck möchtest, kannst du die Ohren aus einem anderen Stoff nähen, zum Beispiel aus Fleece, Nicki oder einem farblich passenden Baumwollstoff.
Gesicht vorbereiten
Bevor der Körper zusammengenäht wird, ist es leichter, Augen und Nase auf eine Körperseite zu sticken. Markiere zuerst die Position. Das Auge sitzt ungefähr mittig im Kopfbereich, etwas oberhalb der Schnauzenlinie. Die Nase sitzt ganz vorne an der Schnauze.
Sticke das Auge als kleinen schwarzen Punkt, als kleines Kreuz oder als kurzen senkrechten Stich. Die Nase kannst du mit mehreren dichten Stichen oval ausfüllen. Wer möchte, setzt darunter noch einen kleinen Mundbogen.
Halte das Gesicht schlicht. Ein Dackelkuscheltier wirkt oft schöner, wenn der Ausdruck ruhig bleibt und nicht zu comicartig wird.
Ohren einsetzen
Die Ohren werden vor dem Zusammennähen zwischen die beiden Körperteile gelegt. Lege ein Ohr mit der offenen Kante an die passende Stelle am Kopf. Das Ohr liegt dabei innen zwischen den Stofflagen, die spätere Ohrform zeigt also in den Körper hinein. Nach dem Wenden klappt das Ohr nach außen.
Stecke beide Ohren gut fest. Gerade an dieser Stelle lohnt es sich, langsam zu nähen, damit die Ohren später sicher sitzen.
Körper zusammennähen
Lege die beiden Körperteile rechts auf rechts aufeinander. Die Ohren liegen zwischen den Stofflagen. Stecke alles sorgfältig rundherum fest. Beginne an einer Seite der Wendeöffnung und nähe einmal um den ganzen Dackel herum bis zur anderen Seite der Wendeöffnung.
Nähe langsam um Schnauze, Beine und Schwanz. An engen Rundungen hilft es, die Nadel im Stoff stecken zu lassen, den Nähfuß anzuheben und den Stoff vorsichtig zu drehen.
Die Wendeöffnung am Bauch bleibt offen.
Rundungen einschneiden
Nach dem Nähen werden die Nahtzugaben an Rundungen und engen Stellen vorsichtig eingeschnitten. Besonders wichtig ist das an Schnauze, Hals, Beinansätzen, Pfoten und Schwanz. Die Einschnitte gehen bis kurz vor die Naht, aber nicht durch die Naht.
An Stellen, an denen der Stoff nach dem Wenden nach außen rund werden soll, kann die Nahtzugabe etwas gekürzt werden. Dadurch legt sich der Stoff sauberer. Bei sehr engen Stellen wie Schwanz und Pfoten sollte genug Stoff stehen bleiben, damit die Naht stabil bleibt.
Dackel wenden
Wende den Dackel durch die Öffnung am Bauch. Arbeite langsam, besonders bei Schnauze, Beinen und Schwanz. Ein stumpfer Holzstab, ein Essstäbchen oder der Griff eines Pinsels kann helfen, die kleinen Bereiche vorsichtig auszuformen.
Dabei bitte nicht zu stark drücken, sonst kann die Naht an engen Stellen aufgehen. Der Schwanz und die Pfoten brauchen ein wenig Geduld. Genau hier entscheidet sich, ob der Dackel später sauber aussieht.
Ausstopfen
Jetzt wird der Dackel mit Füllwatte gefüllt. Beginne mit der Schnauze, dem Kopf, den Pfoten und dem Schwanz. Dafür kleine Portionen Füllwatte verwenden und vorsichtig in die Form schieben. Danach füllst du den langen Körper gleichmäßig aus.
Der Dackel sollte weich bleiben, aber genug Füllung bekommen, damit die Form sichtbar wird. Zu wenig Füllung macht ihn flach und schlapp. Zu viel Füllung kann die Nähte spannen lassen und die Beine verziehen.
Beim langen Dackelkörper ist es schön, wenn der Rücken eine klare Linie bekommt. Du kannst die Füllwatte mit den Fingern verteilen und den Körper nach und nach in Form bringen.
Wendeöffnung schließen
Wenn der Dackel gleichmäßig gefüllt ist, wird die Öffnung am Bauch mit einer Handnaht geschlossen. Am saubersten wirkt der Matratzenstich. Dabei werden die Stoffkanten nach innen gelegt und mit kleinen Stichen verbunden, sodass die Naht später kaum sichtbar ist.
Ziehe den Faden vorsichtig an, aber nicht zu fest. Die Bauchlinie soll weich bleiben.
Kleine Details ergänzen
Jetzt kannst du dem Dackel noch ein Halsband, ein Halstuch oder kleine Stoffdetails geben. Ein schmaler Stoffstreifen als Halsband lässt sich von Hand annähen. Ein kleines Dreieckstuch wirkt besonders niedlich und ist schnell gemacht.
Für einen Rauhaardackel kannst du an Schnauze und Augenbrauen ein paar kurze Garnfäden einknüpfen oder mit Stickgarn kleine Striche setzen. Für einen Langhaardackel können die Ohren etwas länger geschnitten werden. Für einen Kurzhaardackel bleibt die Form schlicht und glatt.
Variante als Dackelkissen
Wenn das Dackelkuscheltier eher als Kissen gedacht ist, kannst du die Form größer zeichnen und den Körper etwas breiter machen. Dann wirkt der Dackel gemütlicher und lässt sich leichter füllen. Die Beine dürfen bei einem Kissen stärker vereinfacht werden, weil es mehr um die Silhouette geht.
Für ein Dackelkissen eignen sich feste Baumwolle, Cord oder Möbelstoff besonders gut. Bei sehr weichem Plüsch verliert die Form schneller ihre klare Linie.
Häufige Fehler beim Dackelkuscheltier
Wenn der Dackel nach dem Wenden eher wie ein normaler Hund aussieht, ist meistens der Körper zu kurz oder die Beine sind zu lang geraten. Die Dackelform braucht Länge. Der Rücken darf deutlich gestreckt sein, die Beine bleiben kurz und einfach.
Wenn die Schnauze kaum sichtbar ist, sollte sie beim nächsten Schnitt etwas länger gezeichnet werden. Wenn der Schwanz sich schlecht wenden lässt, war er vermutlich zu schmal. Für Anfänger ist ein etwas breiterer Schwanz leichter zu nähen.
Wenn die Beine beim Ausstopfen unförmig werden, hilft weniger Füllwatte. Kleine Beine brauchen nur wenig Füllung, sonst drücken sie sich rund und klobig heraus.
Für wen eignet sich diese Anleitung?
Diese Anleitung eignet sich für alle, die ein einfaches Dackelkuscheltier selber machen möchten und keine komplizierte Stofftierkonstruktion suchen. Sie ist gut für Anfänger geeignet, wenn langsam gearbeitet wird und ein Stoff gewählt wird, der sich leicht verarbeiten lässt.
Das Ergebnis ist ein weicher Stoffdackel mit klarer Dackelsilhouette. Er eignet sich als Geschenk für Dackelfreunde, als Deko fürs Sofa, als kleines Trosttier oder als persönliches DIY-Projekt für alle, die Dackel lieben.
Falls Du noch mehr Lust auf DIY hast, schau doch mal, wie man einen Dackel bastelt oder Hundeleckerli selber macht.






