Vertrauen zum Hund

Was bedeutet eigentlich „Vertrauen zum Hund“

Lustig……oder viel mehr nicht lustig….da werden Hunde in Pools gesetzt und so lange schwimmen gelassen, bis sie wegen Unterkühlung in die Klinik müssen ( vor 4 Tagen bei Facebook gesehen), da wird bei 28 Grad mit dem Labrador eine Radtour gemacht, also nicht im Fahrradanhänger sondern nebenherlaufend ( heute in echt gesehen) , da wird ein Hund wegen irgendwas zusammengefaltet, was schon vor Minuten passiert und der Hund fängt schon an, vor lauter Stress sich zu kratzen, da werden Hunde kastriert, weil sie vor lauter Schlafmangel und Konflikte im Haus rammeln und markieren, da wird ein Althund gemaßregelt, weil er einen Welpen anknurrt, der ihn schon seit Minuten belästigt…aber genau diese Leute wundern sich, dass der Hund nicht vertraut. Ja wie denn auch, wenn man ihn immer wieder zeigt, das er sich nicht auf seine Menschen verlassen kann.

Statt Ruhetraining bekommt er stundenlange Garten Aufenthalte, wo er sich vor lauter Überforderung die Seele aus den Leib bellt.

Statt für Gelassenheit, Schlaf und rassetypische Auslastung zu sorgen, wird kastriert ( sagte ich schon, oder?) , weil das hat schon immer alle Probleme gelöst ( oder auch nicht).

Das sind diese Art Leute, die denken, der Hund sei anhänglich, weil er jeden Schritt hinterherdackelt und das Haus zusammenbrüllt, wenn Frauchen mal ohne Hund zur Mülltonne geht.

Wie erlangt man Vertrauen zum Hund?

Durch Fairness! Man braucht gar nicht immer alles richtig machen, aber fair muss man sein.

Natürlich darf man den Hund anmeckern, wenn er gerade das Wurstbrot vom Tisch klaut. Das schadet dem Vertrauen null.

Ganz im Gegenteil, Klarheit ist Vertrauensfördernt.

Aber ich schrei den Hund nicht an, wenn ich nach Hause komme und er die Wohnung verwüstet hat.

Sondern ich überlege MIR, was ich falsch gemacht habe, dass der arme Hund so unter Stress war, dass er nicht entspannen konnte während meiner Abwesenheit. Vertrauen entsteht durch Fairness und Gerechtigkeit.

Man kann nicht immer fair sein, aber man kann dran arbeiten

Paul findet es total unfair, dass ich Luca viel trage und er ( natürlich) nicht getragen wird. Ich hatte Luca heute ein wenig getragen, weil er müde war nach dem Strand und als ich in absetzte hat Paul ihn vertrimmt ( also nicht schlimm), weil er total frustriert war. Und was mach ich? Schrei Paul an und schick ihn weg, Das war richtig UNFAIR von mir, ich hab mich hinterher total geschämt. Ich hätte überhaupt nicht gedacht, dass Paul das nun so wichtig ist. Nun trage ich ihn auch ab und zu ( gar nicht so einfach bei 10 Kilo🤣) und er ist so glücklich und war heute den ganzen Tag happy mit Luca und mit mir.

Versteht ihr was ich meine? Wir müssen lernen, herauszufinden, was unseren Hund wichtig ist. Fairness besteht auch darin, hinzuschauen, was unserer Hund möchte. Und nicht einfach Stück Käse geben und sagen „ Lauf alleine du bist schon groß“. Für Paul war das eine wichtige Zuwendung von mir, die ihn verwehrt wurde ( hab ich echt lange vorher nicht mehr gemacht).

Genau das gleiche ist mit dem Fahrradkorb. Er ist total unglücklich darüber, das Luca mit ihn im Korb fährt. Er macht gar nichts, null. Aber ich merke, dass er sich nicht mehr so aufs Radfahren freut wie sonst. Das geht gar nicht. Fahrradkorb für Luca für vorne ist schon bestellt.


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