
Wie ich als Welpe zufällig das Bellen erfand
Ich war noch klein genug, um mich vor meinen eigenen Geräuschen zu erschrecken.
Es passierte eher nebenbei. Ein Ton entwich mir, wie ein Missverständnis, das kurz laut geworden ist. Es klang ein bisschen wie „Wuff“ und ein bisschen wie „Wow“. Ich erstarrte sofort, schaute mich um und war einen Moment lang überzeugt, dass da irgendwo noch ein anderer Hund steht, der gerade etwas sehr Unpassendes gesagt hat.
Dann probierte ich es noch einmal.
Nicht aus Mut. Aus Neugier. Man muss ja wissen, ob das wirklich von einem selbst war.
Wieder dieser Ton. Diesmal bewusster. Und plötzlich war da diese Erkenntnis, die einen Welpen schnell übermütig machen kann: Ich kann das. Ich kann einen Ton machen, so oft ich will.
Das war… großartig.
Ich ging sofort zu Daniela, weil ich der Meinung war, dass man besondere Fähigkeiten im Rudel nicht für sich behalten sollte. Ich stellte mich vor sie, holte Luft und bellte. Kurz. Dann nochmal. Und nochmal, weil ich inzwischen schon spürte, wie viel Potenzial da drin steckt.
Daniela musste schmunzeln. Sie hatte diesen Blick, den Menschen haben, wenn etwas niedlich ist und sie nicht anders können, als komplett vor lauter verzücken zu lächeln.
Ich nahm das als Zustimmung.
Also bellte ich bei allen möglichen Gelegenheiten. Wenn jemand an der Tür war, wenn jemand nicht an der Tür war, wenn ich etwas hörte, wenn ich dachte, ich hätte etwas gehört. Bellen war plötzlich wie ein Knopf in meinem Körper, und ich fand es faszinierend, dass man den drücken kann und die Welt reagiert und alle werden aufmerksam.
Damals kannte ich allerdings den Ausdruck „Das NERVT“ noch nicht.
Es dauerte nur ein paar Tage, bis Daniela die Sache anders als ich sah. Sie ist schliesslich lange Hundetrainerin und wusste, dass der Dackel lernen muss, sich diesbezüglich zu kontrollieren.
Dazu hat sie auch einen Beitrag geschrieben:
Was macht man, wenn der Dackel zuviel bellt?
Sie erklärte mir, dass große und vernünftige Hunde nicht dauernd bellen. Nicht so, wie ich das gerade übte. Und ich verstand sofort, was sie meinte, weil ich Floyd kannte.
Floyd konnte bellen. Ich hatte ihn einmal bellen hören. Ein einziges Mal. Es war erwachsen. Laut. Wichtig. Ein Bellen, das nicht übt, sondern entscheidet.
Ich war komplett beeindruckt.
Und gleichzeitig wunderte ich mich, warum er dieses großartige Geräusch nicht den ganzen Tag benutzt. Bei jeder Gelegenheit. Es klang doch so stark.
Floyd erklärte mir sanft, aber stark, dass er es zwar kann und auch ziemlich gern eigentlich öfters mal zeigen würde, aber er steht über den Dingen, denn Daniela regelt das Haus, Daniela regelt die Welt. Ein Hund muss sich nicht um alles kümmern. Ein Hund kann sich hier im Haus entspannen.

Das fand ich erst mal… philosophisch.
Und dann wurde es für mich praktisch:
Was Daniela mir dann über Bellen beigebracht hat
Nach meinem ersten großen Wuff und nach Floyds Meinung zu mir, das ich störe mit meinem Welpengekläffe, gab es bei uns im Haus eine neue Rollenverteilung.
Ich wollte eigentlich gern zuständig sein. Für alles. Für Geräusche, für Besucher, für Schatten am Fenster, für Hunde auf der Straße, für das Universum. Ich fand das sehr erwachsen.
Floyd fand das überflüssig.
Daniela fand es anstrengend.
Zwei gegen einen. Unfair.
Aber wir Dackel diskutieren ja gern, also musste das ganze Thema erstmal mehrfach besprochen werden.
Dann hat Daniela mir etwas beigebracht, das man als Hund erst mal sacken lassen muss: Bellen ist oft ein Zeichen dafür, dass ich mich zuständig fühle. Und zuständig fühlen klingt im Kopf wichtig, fühlt sich im Körper aber wie Druck an. Viel Druck. Und Stress. Und unnötige Aufregung.
Daniela hat das nicht gelöst, indem sie aus meinem Wuff ein Tabu gemacht hat. Sie hat es gelöst, indem sie mir gezeigt hat, dass ich weniger tragen muss, das ich Verantwortung an sie abgeben kann und ich sorgloser durch meine Dackelwelt traben kann. Und dass ich in den Momenten, in denen ich hochfahre, einen klaren Weg zurück brauche.
Das war die Grundlage. Dann kamen die Übungen.
Erst mal Kontext, damit das Ganze Sinn ergibt
Daniela hat am Anfang etwas gemacht, das mich fast mehr beeindruckt hat als jeder Keks.
Sie hat genau hingeguckt.
Nicht so dieses “der Dackel bellt halt wieder” sondern richtig gucken, wann es anfängt, wie mein Körper vorher aussieht und was ich in dem Moment eigentlich lösen will.
Denn mein Bellen hatte verschiedene Gesichter.
Manchmal war es Freude und Erwartung. Manchmal war es Alarm. Manchmal war es Frust, weil ich etwas wollte und es ging nicht. Manchmal war es dieses Dackelgefühl, dass man die Welt zusammenhalten muss, weil sonst keiner aufpasst.
Wir Dackel sind ja immerhin geboren, um die Welt zu retten.

Daniela hat also nicht erst auf das Bellen reagiert, sie hat auf die Stelle reagiert, an der mein Kopf anfängt zu kippen. Diese Stelle ist bei jedem Hund anders. Bei mir war sie oft früh, weil ich schnell “an” bin.
Sie hat mit mir Ruhetraining gemacht und mir beigebracht, mich in aufregenden Situationen zu entspannen.
Wie genau das geht, hat sie hier geschrieben:
Was mache ich, wenn mein Dackel zu aufgeregt ist?
Die drei Dinge, die Daniela immer benutzt hat
Daniela hatte bei Bellen nicht hundert Methoden. Sie hatte drei Bausteine, die sie überall wiederholt hat.
Begrenzen Das heißt bei uns: Daniela nimmt Raum ein. Sie stellt sich zwischen mich und das Thema. Sie wirkt ruhig und klar. Sie sagt damit: Ich übernehme.
Davon steht ganz viel im Daggelbuch „Der Dackel“
Frauchen hat dieses Buch selber geschrieben und es hat schon ganz viele Leuten mit ihren Dackel sehr gut geholfen.
Umlenken Das heißt: Ich kriege ein Komando, das mich stabil macht. Nicht irgendein Trick, sondern etwas, das mich runterholt. Platz auf einem festen Ort, ruhiges Warten, Orientierung am Menschen. Hier kannst Du noch mal nachlesen zu den Kommandos, die helfen
Entschleunigen Das heißt: Tempo raus. Erwartung raus. Alles wird langsamer. Daniela wird langsamer und dadurch werde ich langsamer.
Hier kannst Du nachlesen Entspannung beim Dackel
Das war ihr Dreiklang. Und dann hat sie ihn in die Situationen eingebaut, in denen ich besonders kreativ war.
Grundlage im Haus, bevor du draußen trainierst
Bevor wir zu Leine, Gartenzaun und Auto kommen, kommt etwas, das viele unterschätzen, weil es so unspektakulär wirkt.
Daniela hat bei mir sehr früh entschieden, dass mein Platz mehr ist als ein Körbchen. Er ist mein Ort, an dem mein Körper weich wird. Und weich ist das Wort, das beim Thema Bellen alles entscheidet.
Denn viele Hunde sind zwar still, aber innerlich hart wie ein Brett. Blick fest, Ohren auf Empfang, Muskeln unter Spannung. In diesem Zustand kann man “Platz” machen und trotzdem bleibt das Nervensystem oben.
Daniela hat deshalb nicht nur “geh auf deinen Platz” geübt, sie hat “geh auf deinen Platz und fahr runter” geübt.
Hier liest Du, wie Du Ruheübungen mit Deinem Dackel machst
Wie man das merkt, dass der Dackel entspannt
Atmung wird tiefer, Gesicht wird weicher, Kopf liegt irgendwann ab, Bewegungen werden langsamer. Dann bist du in dem Zustand, der später Bellen verhindert.
Ich wollte am Anfang aufspringen sobald irgendwo was passiert. Aber ich hab gelernt. Als mein Körbchentraining wirklich gut aufgebaut war, war es wie eine Decke über meinem Kopf. Ich höre die Welt immer noch, ich muss sie nur nicht sofort kommentieren.
Aber es gab noch mehr Schritte, die ich lernen musste:
Kein Bellen an der Leine bei Hundebegegnungen
Das war mein Spezialgebiet als junger Dackel. Nicht weil ich böse war, eher weil ich dachte, ich müsse das regeln. Ein Hund kommt. Ich melde. Ich entscheide. Ich schiebe mich nach vorn. Und wenn ich nach vorn komme, fühle ich mich verantwortlich.
Daniela wollte das Gegenteil: Ich bleibe ruhig hinter ihr und sie regelt den Kontakt.
Ziel, so simpel wie möglich
Bei Begegnungen bleibe ich nun bei Daniela. Ohne Vorlaufen. Ohne Fixieren. Ohne Anspringen in der Leine. Ich orientiere mich.
Der Ablauf, wie Daniela ihn gemacht hat
Schritt 1: Du siehst den anderen Hund und du möchtest am liebsten, wie es dein Dackelinstinkt sagt, sofort bellen?
Daniela hat gewartet auf den Moment, in dem ich den anderen Hund noch nicht fixiert habe. Nicht erst reagiert, wenn ich schon auf Spannung bin, sondern früher. Sie sieht den Hund, aber ich bin noch nicht aufgeregt. Sie nimmt mich ins „Fuß“ dh ich gehe direkt neben ihr, dafür gibt es lecker Hundekekse.
Schritt 2 Dann drehst sie sich leicht zu mir und zeigt mir, dass ich mich um den Raum zum anderen Hund nicht kümmern brauche,
Daniela hat sich leicht frontal zu mir gestellt und ihr äußeres Bein bewusst vor mich gesetzt. Das Bein war wie eine Grenze. Nicht hart, nicht aggressiv, einfach da.
Ich stand dahinter. Und mein Körper hat sofort verstanden: Vorne ist nicht mein Bereich. Ich konnte da auch nicht durch, Daniela war meine Grenze. Allerdings hatten wir das vorher schon zu Hause geübt, ich wusste also, wenn sie sich da so forsch dreht, soll ich mich da nicht mit Talent durchwuseln ( hab ich nämlich zuerst gemacht, ich dachte, sie wollte wissen, wie cool ich bin, da hatte ich aber falsch gedacht.
Schritt 3: wir blieben ruhig stehen bis ich entspannt war
Daniela hat da nicht geredet. Sie hat nicht verhandelt. Sie hat gestanden. Aufrecht. Ruhig. Neutral. Und sie hat gewartet, bis ich weniger Spannung hatte.
Was zählt als weniger Spannung
Leine wird weicher, Blick wird weniger starr, Körper hört auf nach vorn zu drücken.
In dem Moment gab es ein ruhiges Lob und manchmal ein kleines Futterstück. Nicht als Party, eher als “genau das”.
Schritt 4: wir gingen weiter aber noch ein bisschen im Fuß
Wenn ich wieder vorlaufen wollte, kam die Grenze wieder. Immer gleich. Immer ruhig.
Warum das wirkte:
Weil sie mir so die Verantwortung abnahm😊
Typische Stelle, an der Menschen stolpern
Viele reagieren erst wenn der Hund schon bellt. Dann bist du spät dran. Dann arbeitet dein Hund aus voller Erregung heraus. Früh reagieren fühlt sich für Menschen komisch an, weil “es ist ja noch nichts passiert”. Für den Hund passiert da schon sehr viel.
Ich sag euch eins : Vorlaufen fühlt sich cool an. Hinten laufen fühlt sich aber sicher an. Ich habe das erst verstanden, als Daniela wirklich immer übernommen hat. Wenn sie halb übernimmt und halb mir überlässt, werde ich wieder laut, ganz automatisch.
Bellen im Auto und beim Ausladen
Auto ist für viele Dackel wie ein Countdown. Motor aus, Kofferraum auf, Welt geht los. Wenn ein Dackel das oft so erlebt, baut sich Spannung schon Minuten vorher auf.
Bei mir war das auch so. Ich konnte mich aufregen ohne dass ich schon draußen war. Das ist eine Fähigkeit.
Daniela hat das gelöst, indem sie eine Routine gebaut hat, die immer gleich war.
Der Dackel bleibt ruhig im Auto, auch wenn alles fertig ist zum Aussteigen. Das war immer die Regel bei uns.
Dackel wird erst aus der Box gehoben, wenn der Dackel komplett still war!
Der Ablauf, wie Daniela ihn gemacht hat
Daniela ist mit mir auch mal einfach so gefahren. Nicht immer zu den besten Orten. Manchmal nur kurz. Tanken. Ein Stück Straße. Wieder heim. Ohne großes Programm.
Das war wichtig, weil Auto bei mir sonst immer Action bedeutete.
Kofferraum öffnen bedeutet noch nichts
Das war der Kern. Daniela hat den Kofferaum, wo meine Box war, geöffnet und dann gewartet. Wenn ich ruhig blieb, kam ich raus. Wenn ich laut wurde, wurde der Kofferraum zu meiner Verblüffung wieder geschlossen und sie hat kurz gewartet und dann noch mal geöffnet
Das war kein Drama. Es war eine klare Regel. Laut bringt mich nicht schneller raus. Ruhe öffnet die nächste Stufe.
Nach dem Aussteigen beginnt Ruhe, nicht Sprint
Daniela hat mich aussteigen lassen und dann hat sie nicht sofort losgezogen. Sie hat kurz gestanden, Leine kurz, sie hat selbst runtergeatmet und ich sollte neben ihr bleiben. Manchmal hat sie mich sogar kurz ablegen lassen.
Das fühlt sich für viele Dackel erst mal unfair an, weil man ja gerade endlich draußen ist und nun los will.
Genau darum ist es so wirksam. Du verknüpfst Auto mit einem ruhigen Start.
Wenn dein Dackel bei Waldparkplatz oder Hundeplatz hochfährt, dann ist genau dort das Training besonders wertvoll. Gleiches Ritual. Gleicher Ablauf. Immer.
Ich als lebhafter Dackel habe dadurch gelernt: Das abgestellte Auto ist keine Startrampe für Dackel Halligalli. Es ist ein Ort, an dem ich mich erstmal sammeln kann. Wenn ich gesammelt starte, ist der ganze Spaziergang besser, auch für meinen Kopf.
Bellen bei Besuch und an der Klingel
Das ist die große Bühne für mich. Geräusch, Tür, Stimmen, Gerüche, Bewegung. Es war total lustig zu bellen, wenn es an der Tür klingelt. Party, Stimmung, Action. Alles auf einmal. Wenn ein Dackel in solchen Momenten bellt, versucht er oft die Situation zu sortieren. Und wenn er sich zuständig fühlt, wird es lauter.
Daniela hat das so aufgebaut, dass ich gar nicht erst die Hauptrolle bekam. Sie hat einfach gesagt „das geht dich nichts an“ Hat aber gedauert, bis ich das kapiert hab 🤪
Wenn es klingelt und wenn jemand reinkommt, liege ich nun aber ruhig auf meinem Platz und bleibe dort auch, während alle kommen. Ich werde nämlich noch begrüßt und geknuddelt, aber ich muss ungefähr eine halbe Minute drauf warten, bis der Besuch sich runterkniet und mich im Körbchen knuddelt und begrüßt.
Dieses Training steht und fällt mit dem Ruheplatz. Wenn der Platz für deinen Dackel noch kein Ruheort ist, wird Besuchstraining wackelig. Du brauchst diese Grundlage.
Und du brauchst am Anfang Menschen, die mitspielen. Eingeweihte. Nicht der Überraschungsbesuch, der sofort “ach ist der süß” ruft und in mein Gesicht greift.
Der Ablauf, wie Daniela ihn gemacht hat
Phase 1: Klingel üben ohne echten Besuch
Daniela hat die Klingel erst als Geräusch trainiert. Handyaufnahme oder irgendwas Ähnliches. Der Ablauf war immer gleich:
Sie hat mich vor dem Klingeln auf meinen Platz geführt. Nicht danach. Vorher.
Dann kam das Geräusch.
Und dann hat Daniela sich ruhig aufrecht vor mich gestellt. Nicht drüber beugen, nicht trösten, einfach Präsenz. So nach dem Motto: Ich übernehme.
Wenn ich ruhig blieb, war das genau der richtige Moment, um diese Ruhe zu bestätigen, leise und unauffällig.
Phase 2: Besuch mit eingeweihten Personen
Der Besuch kam rein und hat mich komplett ignoriert. Kein Blick, keine Stimme, keine Hände.
Daniela hat die Tür nur geöffnet, wenn ich ruhig war. Das war wichtig. Ruhiges Verhalten wurde zum Schlüssel, der die Situation weitergehen lässt.
Puh das hat ganz schön gedauert am Anfang und ich war echt kurz vorm Nervenzusammenbruch.
Wenn ich aufstehen wollte, hat Daniela mich körpersprachlich zurückgeführt. Ruhig, ohne Theater. Wieder Platz. Wieder Ruhe.
Am Anfang war ich während des Besuchs nicht frei im Raum. Das war für mich bitter, weil ich gern alles kontrolliere. Für das Lernen war es Gold.
Ich habe dadurch verstanden: Besuch ist nicht meine Aufgabe. Der Raum gehört Daniela und der Mensch, der kommt, wird von Daniela gemanagt. Ich darf beobachten und runterfahren.
Wenn das gut lief, wurde es schwieriger. Besuch bewegt sich mehr, steht auf, geht in die Küche, manchmal sind Kinder da. Daniela blieb bei ihrer Klarheit. Ich blieb auf meinem Platz.
Besuch ist für viele Dackel wie ein Festival. Wenn du als Mensch die Sicherheit übernimmst, wird es für den Dackel sofort leiser im Kopf.
Bellen am Gartenzaun
Der Gartenzaun ist eine echte Herausforderung. Da kommt jemand dahinter vorbei, ich belle, der jemand geht weiter. Und mein Dackelhirn sagt: Hat funktioniert. Ich habe den Eindringling vertrieben.
Daniela hat das ziemlich konsequent gelöst. Nicht mit Worten. Mit Präsenz.
Daniela hat bei mir erst mal eine Phase gemacht, in der ich nicht unbeaufsichtigt im Garten war.
Der Ablauf, wie Daniela ihn gemacht hat
Begleitete Gartennutzung
Ich durfte in den Garten und Daniela war dabei. Ihre Aufgabe war dabei nicht spielen, nicht reden, nicht irgendwas. Die Aufgabe war: Sie ist zuständig für alles, ich bin zuständig für gar nichts.
Wenn ich Richtung Zaun ging und nur mal gucken wollte, hat Daniela sich zwischen mich und die Grenze gestellt. Sie ist ruhig und entschlossen an der gedachten Linie entlang gegangen, auf und ab. Wie ein Türsteher, sehr freundlich, sehr eindeutig.
Und ich merkte sofort: Da ist jemand, der die ganzen Probleme da übernimmt. Nämlich Superfrauchen Daniela kümmerst sich und ich kann einfach liegenbleiben und mich Sonnen. Oder ein Loch graben. Aber das darf ich eigentlich auch nicht im Garten. Aber das ist ein anderes Thema 😂
Am Zaun aufpassen war für mich früher ein Job, dachte ich jedenfalls, hatte mein Dackelinnerstes mir immer so gesagt. Heute ist es wieder Garten. Das ist der Unterschied. Garten ist schnuppern, liegen, Sonne, Dackel sein. Ohne Job.
Was es gibt, ist ein Ablauf, der verlässlich ist. Und das ist für Hunde mehr wert als jedes Wort.
Ich wollte als Welpe bellen, weil ich plötzlich etwas konnte. Und weil es Wirkung hatte. Und weil es mir das Gefühl gab, ich sei groß.
Dann hat Daniela mir gezeigt, dass groß sein anders geht.
Groß sein heißt: Ich muss nicht alles kommentieren. Ich muss nicht alles regeln. Ich muss nicht jeden Reiz abarbeiten. Ich darf abgeben.
Floyd hat das sofort gekonnt. Der lag da und war einfach sicher.
Ich musste das noch erst lernen.
Und ich habe es gelernt, weil Daniela nicht versucht hat, mir das Bellen auszutreiben, sondern weil sie mir Zuständigkeit weggenommen hat und mir dafür Ruhe gegeben hat.
Das ist am Ende der ganze Trick.
Bitte lasst doch gern ein Like oder ein Kommentar da. Das freut Frauchen sehr. Ihr könnt aber auch Fragen stellen, wenn ihr was noch nicht verstanden habt, Daniela beantwortet alle Fragen. Manchmal dauert es ein bisschen, bis eure Frage freigeschaltet ist, aber meist klappt das am selben Tag noch
Ihr könnt auch den Blog abbonieren, dann verpasst ihr keine Beiträge.
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